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By Hans-Dieter Fladung

Hauptzweck der Handelsbilanz ist die Ermittlung eines ausschüttungsfähigen Betrags. Damit verbunden ist das Ziel des Gläubigerschutzes, das jedoch durch das Vorsichtsprinzip nach geltendem Recht nur unzureichend erfüllt wird. Eine Loslösung vom Vorsichts- und eine stärkere Orientierung am Objektivierungsprinzip scheint daher - auch vor dem Hintergrund einer Internationalisierung des Bilanzrechts - notwendig.

Hans-Dieter Fladung erarbeitet substitute Lösungsmöglichkeiten für den Gläubigerschutz und schlägt eine geänderte Aufgabenteilung zwischen Gesellschafts- und Bilanzrecht vor. Der Autor entwickelt Bilanznormen, die den Ausschüttungsbemessungs-, Steuerbemessungs- und Informationszwecksetzungen gerecht werden.

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Wegen der Unterschiedlichkeit der abzubildenden wirtschaftlichen Inhalte sind sie als multifunktionell, wegen der Komplexität ihrer rechtlichen Verflechtung als in ihrer Wirkung rechtsübergreifend zu verstehen. 2 Zusammenwirken der Rechtsbereiche Der Gesetzgeber versucht, durch das Zusammenspiel von Konkursstrafrecht, Gesellschaftsrecht und Bilanzrecht verfassungsspezifische Werturteile in die Wirtschaftsordnung zu implementieren. Hierbei von grundlegender Bedeutung ist die Entschärfung zweier institutionenökonomischer Konfliktbereiche: 46 zum einen der Konflikt unter den Eignern der Unternehmen um Entscheidungskompetenz, Erfolgsbeteiligung Die Insolvenz-Ordnung (InsO) sieht in § 19 vor, daß eine insovenzrechtlich relevante Überschuldung dann vorliegt, »Wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt<<.

Herzig, Norbert/Rieck, U/rich: Bilanzsteuerliche Aspekte des Wertaufholungsgebotes im Steuerentlastungsgesetz, in: WPg, 52. Jg. (1999), S. 305-318, hier S. 305. 8 Vgl. Moxter, Adolf: Fehlentwicklungen im Rechnungslegungsrecht, in: FS Kropff, hrsg. von Kari-Heinz Forster u. , Düsseldorf 1997, S. 509-515, hier S. 509-511. 9 Vgl. Moxter, Adolf: Grundwertungen in Bilanzrechtsordnungen- ein Vergleich von überkommenem deutschen Bilanzrecht und Jahresabschlußrichtlinie, in: FS Beisse, hrsg. von Wolfgang Dieter Budde u.

52 Der Gewinn ist die Basis der Eigenkapitalverzinsung und stellt damit den Anreiz ftir die Bereitstellung von Risikokapital dar; vgl. dazu Schildbach, Thomas: Der handelsrechtliche Jahresabschluß, a. a. , hier S. 37-39. Er ist weiterhin ggf. die Grundlage ftir Managerentlohnung; vgl. : Theory of the firm: managerial behaviour, agency costs and ownership structure, a. a. , hier S. 312-319. 47 15 teilen des Gesetzgebers haben. Die Interessenregelung in Deutschland als Ausdruck des »public approach« seitens des Gesetzgebers erfolgt somit über mehrere Rechtsbereiche: Gesellschaftsrecht, Strafrecht und - als Berechnungsmodus für die Bezugsgröße- Bilanzrecht sind im Hinblick auf die rechtspolitischen Ziele aufeinander abgestimmt.

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