Download Ansätze kunsttherapeutischer Forschung by Peter Petersen (auth.), Prof. Dr. med. Peter Petersen (eds.) PDF

By Peter Petersen (auth.), Prof. Dr. med. Peter Petersen (eds.)

Show description

Read Online or Download Ansätze kunsttherapeutischer Forschung PDF

Similar german_12 books

Extra resources for Ansätze kunsttherapeutischer Forschung

Example text

Schottenloher experimentelle und Forschungsinteresse des Therapeuten beeinfluBt. Vielleicht ist das nicht immer zum Nachteil des Patienten; jedoch muB diese Frage sorgfaltig behandelt werden. 3. Der Therapeut beeinfluBt mit seinen inneren Bildern und Erwartungen unbewuBt den bildnerischen ProzeB des Patienten und dessen Ergebnisse. Die unbewuBte Wechselwirkung in der therapeutischen Beziehung beeinfluBt also das Therapie- ebenso wie das Forschungsergebnis. 1m folgenden m6chte ich der Frage nachgehen, inwieweit sich diese Wechselwirkung unbewuBter Prozesse zwischen Patient und Therapeut in der Kunsttherapie zeigen HiBt und diese pragt.

Gibt es Synchronizitiit in der Therapie? Gleiche Gedanken, gleiche Gefiihle, gleiche Bilder? Walter Furrer (1977) hat sich in seinem Buch UnbewujJte Kommunikation mit unbewuBten psychischen Vorgiingen beschaftigt, als Wechselwirkung zwischen Patient und Therapeut. Furrers Verdienst war es, die unbewuBten gemeinsamen Strukturen sichtbar zu machen, die sich im therapeutischen Miteinander entwickelten. Er stieB zuf"aJIig darauf, als er in einer Therapie eine Patientin, die viele Stunden geschwiegen hatte, bat zu kritzeln, sie sich aber nur darauf einlassen wollte, wenn er es zugleich tat, von ihr abgewandt, so daB sie einander nicht sehen konnten.

Erst das Einstellen auf ihre tiefsten Schwingungen, die Bilder ihres UnbewuBten und schlieBlich das Gleichschwingen mit ihr, indem ich nach ihren Worten zeichnete, war die Voraussetzung fiir die Stabilisierung ihres psychischen Systems, bevor sie fahig wurde, auch andere Schwingungen aufzunehmen (Gespriiche zu fiihren, Biicher zu lesen) und sie in ihre Personlichkeit zu integrieren. 30 E. Wellendorf Frau N. hatte einen anderen Grund, das von ihr erkannte und besetzte Bild mit dem Rucksack nicht anzunehmen.

Download PDF sample

Rated 4.75 of 5 – based on 16 votes