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By Dr.-Ing. Wolfgang Giloi, Dr.-Ing. Rudolf Lauber (auth.)

Das Prinzip des analogen Rechnens, das Lösen mathematischer Aufgaben durch Beobachtung physikalischer Modelle mit analogen Gesetzmäßigkeiten, hat im elektronischen Analogrechner seine Vervoll­ kommnung in Hinsicht auf möglichst große mathematische Exaktheit und Flexibilität in der Anwendung gefunden. Als mit dem Siegeszug des programmgesteuerten Digitalrechners die Sterbestunde der mechanischen Integrieranlagen und der elektrolytischen Tröge anbrach, fehlte es nicht an Stimmen, die auch dem elektronischen Analogrechner, etwa zur gleichen Zeit wie der Digitalrechner entstanden, einen frühen Tod weissagten. Nun, die Entwicklung der letzten Jahre hat diese Prophezeihung widerlegt. Der elektronische Analogrechner hat sich einen festen Platz als Rechenmaschine zur Lösung technischer Aufgaben erworben. Seine Anwendung ist längst nicht mehr auf den klassischen Anwendungsbereich in der Regelungstechnik beschränkt. Aus einem elektronischen Gerät, das nur von Elektrotechnikern zu verstehen und auch zu bedienen struggle, hat er sich schnell zu einer Rechen­ maschine entwickelt, die heute auf allen Gebieten der Technik und nicht zuletzt auch zur Behandlung rein mathematischer Aufgaben eingesetzt wird. Das vorliegende Buch ist für den ständig wachsenden Kreis der Benutzer des Analogrechners geschrieben. Das setzt voraus, daß es sich einer Sprache bedient, die allen Disziplinen der Technik gemeinsam ist.

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New York: McGraw-Hill 1960. § 6. 1 Die einzelnen Schritte der Programmierung (Programmorganisation) Für jede Rechenmaschine, ob digital oder analog, gilt der Grundsatz, daß die Zahl der Programmfehler um so geringer und der Nutzungsgrad um so besser wird, je systematischer, ja pedantischer die Programmvorbereitung durchgeführt wird. Zu diesem Zweck hält man sich am besten an ein festes Organisationsschema, das Punkt für Punkt vor- 42 I. Einführung in die Programmierungstechnik schreibt, wie die einzelnen Schritte bei der Programmierung zu erfolgen haben.

3. Aufstellung der Rechenschaltung. 4. Vorbereitung des Rechnungsablaufs. 5. Vorbereitung der Programmprüfung. 6. Übertragung der Rechenschaltung auf das Programmierfeld des Analogrechners (Aufstecken der Schaltung entsprechend dem Programmschema) und Einstellung der Koeffizienten und Anfangsbedingungen. 7. Ausprüfen der gesteckten Schaltung. 8. Ausführung der Rechnung. Hierbei werden die ursprünglich eingestellten Koeffizienten gegebenenfalls variiert. Das Ergebnis wird entweder auf einem Oszillographenschirm sichtbar gemacht (repetierender Betrieb) oder mit einem Schreiber aufgezeichnet.

Einführung in die Programmierungstechnik falls man direkt mit den auftretenden Spannungen rechnet. Diese Unbequemlichkeit kann man, wie schon angedeutet, umgehen, indem man nicht mit den Spannungen u, sondern mit den auf den HöchstwertE bezogenen Rechengrößen U = ufE rechnet. In dieser normierten Schreibweise bildet der Multiplizierer direkt das Produkt U a = U 1 U 2 , wie es auch in der Tabelle der Rechenelemente angegeben wird. Für die gerätetechnische Ausführung von Multiplizierern gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

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